Neubau Hallenbad, Frauenfeld 2018-2019

Der gegenüber dem Bau von Bruno Gerosa zurückversetzte Neubau, nimmt weiterhin die Orthogonalität der Anlage auf, positioniert sich entlang der, besonders durch den Langsamverkehr gut genutzten, Nord-Süd-Erschliessungsachse und spannt mit der gegenüberliegenden bewaldeten Hangkante und dem vorgelagerten Kanal einen gut proportionierten und der Gesamtanlage angemessenen Vorplatz auf.
Der Zugang in den Hallenbadneubau liegt zentral und wird als gebäudehoher Einschnitt, der von weitem gut sichtbar ist, wahrgenommen und führt die Besucher, wie bereits im ursprünglichen Hallenbad aus den 1970er, im Erdgeschoss ins Gebäude.
Zum Vorplatz hin präsentiert sich das moderne und von einer formstarken Struktur gegliederte Gebäude als schlichter aber trotzdem selbstbewusster und der öffentlichen Nutzung gerecht werdender Bau, der erste Eindrücke des Hallenbads hinter der Glasbausteinwand erahnen lässt. Auf der Freibadseite bildet der Zugangs- und Garderobentrakt einen Sockel, der zwischen dem Niveau der Aussenbecken und den höher liegenden Liegewiesen im Süden und nordwestlich des Neubaus vermittelt. Letztere Liegewiese wird durch eine neue, vorgelagerte Sonnentribüne (Sitzstufen) besser an die Gesamtanlage angeschlossen. Die zurückversetzte Hallenfassade ist den verschiedenen Nutzungen entsprechend differenzierter gestaltet, wirkt aber dank des durchlaufenden Stützenrasters als Einheit und der Gesamtanlage entsprechend zurückhaltender.



Landschaftsarchitektur: Umland, Brigitte Nyffenegger

Bauingenieurbüro: HKP Bauingenieure AG

Spezialist: Kannewischer Ingenieurbüro AG

Visualisierungen: Renderisch GmbH